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Digitalstrategie 2020: Weichenstellung fürs digitale Geschäftsmodell

Haben Sie schon Vorsätze für 2020? Wir hätten ein paar Vorschläge für Ihre Digitalstrategie und digitalen Geschäftsmodelle. Und zeigen relevante Faktoren. 2020 naht und mit dem neuen Jahr beginnt diesmal auch eine neue Dekade. Das vor uns liegende Jahrzehnt verspricht enorme Spannung hinsichtlich der digitalen Ausrichtung. Der richtige Zeitpunkt, um innezuhalten und grundlegende Fragen zu stellen: Trägt das eigene Geschäftsmodell auch in Zukunft noch? Wie verändert sich die Erwartung unserer Kunden und Geschäftspartner? Und welche Weichen muss ich dafür heute schon stellen? Kurzum: Jetzt ist der passende Zeitpunkt für Ihre eigene Digitalstrategie.

Was ist eine Digitalstrategie?

Sie ist die Stoßrichtung eines Unternehmens, um sich und seine Geschäftsmodelle fürs digitale Zeitalter neu zu erfinden – und in der Folge so aufzustellen, dass das eigene Unternehmen überleben kann. Die Digitalstrategie ist ausdrücklich nicht die IT-Strategie: Die richtet sich nämlich nach innen, um bestehende Prozesse zu unterstützen. Die Digitalstrategie rührt an den Prozessen selbst und am Sinn und Zweck eines Unternehmens. Und deswegen benötigt jedes Unternehmen eine solche Digitalstrategie, wenn es die digitale Transformation überleben möchte.

Warum brauche ich eine Digitalstrategie?

Tatsächlich rührt diese Frage an den Grundfesten eines Unternehmens. Es geht um nichts weniger als eine komplette Neuausrichtung entlang der Herausforderungen durch die Digitalisierung, also eine digitale Transformation – nämlich:

Was wollen Deine Kunden?

Das Tempo nimmt zu, überall. Das hat Effekte auf die Arbeitswelt und auf die Menschen da draußen. Der digitale Konsument – und das gilt genauso im B2B – erwartet deswegen Klarheit, Geschwindigkeit, Transparenz und Service. Wer das nicht bieten kann, verliert seine Stellung im Markt.

Verstehe die Technologie.

Die Digitalisierung verändert Geschäftsmodelle – und deswegen müssen Entscheider in Unternehmen Trends kennen, verstehen und bewerten können. Wer Technik nur zur Unterstützung bestehender Prozesse nutzt, fällt zurück. Nicht nach innen schauen! Denken Sie vernetzt und beziehen Sie alle möglichen Quellen mit ein.

Verabschiede Dich vom Branchendenken.

Die Digitalisierung senkt Markteintritts-Hürden. Computerhersteller werden zu Musiklabels. Soziale Netze eröffnen Marktplätze und führen Währungen ein. Die bisherigen Regeln gelten nicht mehr: Jedes auch noch so branchenfremde Unternehmen kann plötzlich zum direkten Konkurrenten werden.


Allerdings eröffnet Ihnen das auch neue Chancen, nämlich: Wie kann Ihr Unternehmen mit seiner Expertise andere Branchen unter Druck setzen? Schließlich könnten Ihre branchenspezifischen Lösungen woanders auch funktionieren, und die Markteintrittshürden in den allermeisten Industrien sinken derzeit rapide. Allermeist handelt es sich um digitale Geschäftsmodelle. Deswegen gewinnt das „Über-den-Tellerrand-Schauen“, das „Out-Of-The-Box-Denken“ in der Digitalisierung enorm an Bedeutung.

Was brauche ich für eine Digitalstrategie und wie erstelle ich sie?

Drei Faktoren sind dafür entscheidend – die Sie bereits jetzt für 2020 in Angriff nehmen können.

Erstens: Stoßen Sie eine allumfassende Entwicklung neuer digitale Geschäftsmodelle an.

Das wichtigste dabei: Beziehen Sie sämtliche Geschäftsbereiche ein. Reißen Sie Grenzen ein – sowohl zwischen Abteilungen als auch in den Köpfen. Die besten Ideen entstehen bei der Verbindung möglichst weit voneinander entfernter Disziplinen. Und vergessen Sie dabei nicht, dass Daten wahrscheinlich eine zentrale Rolle spielen – welche haben Sie, und welche könnten Sie für neue Geschäftsmodelle nutzen? Die Herausforderung ist dabei, Ihr Team von Anfang an auf die richtige Weise mitzunehmen: Versammeln sie dafür alle relevanten Köpfe (Entscheider genauso wie Experten) und holen Sie sie aus dem alltäglichen Kontext, um die Wichtigkeit Ihres Anliegens zu unterstreichen. Ein räumlicher Wechsel und kurzzeitige E-Mail-Verbote helfen dabei. Heben Sie für den „Retreat“ explizit bisherige Denkverbote auf. Gehen Sie selbst mit gutem Beispiel voran, indem Sie eine paradoxe Intervention setzen.

Zweitens: Streben Sie nach einer optimalen Kombination von Operations & Customer Experience, um Exzellenz zu erreichen.

„Das ist doch ein alter Hut und die ewige sinnlose Suche nach dem Heiligen Gral“, werden Sie jetzt vielleicht denken. Richtig – aber bedenken Sie, dass die Digitalisierung insbesondere bei Geschäftsprozessen einen spürbaren Effizienzschub leisten kann. Denn indem Sie Standard-Prozesse, die immer und immer wieder anfallen, maximal automatisieren, können Sie die dadurch befreiten Ressourcen in perfekten individuellen Customer-Service lenken. Zudem kann es hilfreich sein, das gesamte Toolset der agilen Methoden zumindest zu evaluieren – denn sie helfen, den Fokus vom ständigen Streben nach Perfektion hin zu gemeinsamer Suche nach der aktuell bestmöglichen Lösung zu verschieben.


Und für diese ersten beiden Faktoren benötigen Sie ein Fundament, den dritten Faktor: eine zukunftssichere IT.

Hier schließt sich nun der Kreis im Dschungel der Begriffe: Von der übergreifenden Digitalstrategie kommen wir nun zurück zum Rückgrat, der IT-Infrastruktur. Denn ohne die passenden technischen Mittel lassen sich weder Prozesse umfassend digital abbilden noch komplett neue digitale Geschäftsmodelle umsetzen.


Dabei ist wichtig zu verstehen, dass die IT-Infrastruktur eben nicht nur Server- und Application-Landschaft sowie technische Ausstattung der Mitarbeiter umfasst. Sie benötigen ebenfalls funktionierende IT-Service-Prozesse und ein Team, das den heutigen und zukünftigen hohen Anforderungen an digitale Business-Prozesse gerecht wird. Folgende Schwerpunkte sollten Sie deswegen setzen:

IT-Prozess- und Transformationsberatung:

Seine eigene alltägliche Arbeit zu digitalisieren ist keine triviale Aufgabe – denn einerseits fällt es in der Innenperspektive schwer, alle Möglichkeiten zu erkennen. Zudem kann auch die Umsetzung im laufenden Betrieb zur Herausforderung werden. Externe Hilfe kann hier keinesfalls schaden. Und die sollte maximale Expertise bei den Prozessen selbst, sondern auch beim Wissenstransfer mitbringen. Mittels Methoden wie KAIWA können sie die Herausforderungen einer Transformation im laufenden Betrieb minimieren.

Automatisierung von Standard-Prozessen:

Schauen Sie genau auf die Prozesse, die in jedem Unternehmen mehr oder minder ähnlich ablaufen: interne und externe Kommunikationswege entlang der Business-Prozesse, Personal oder Urlaubsmanagement – die Liste ist lang. Diese Prozesse lassen sich mit Standard-Lösungen maximal automatisieren. Dabei kann professionell geführtes Enterprise Service Management helfen.

IT-Outsourcing:

Ihre IT-Abteilung erfüllt heute eine Doppelfunktion – nämlich einerseits Betrieb und andererseits strategische Weiterentwicklung. Entlasten Sie Ihre raren Fachkräfte – sie sollen sich ab jetzt vorrangig um strategische relevante Projekte kümmern und so die digitale Transformation Ihres Unternehmens vorantreiben. Vergeben Sie also den alltäglichen Betrieb Ihrer IT-Infrastruktur an hochspezialisierte Teams nach draußen. Sie bieten durch Skaleneffekte oft mehr als eine interne Verwaltung. Weiterer Vorteil: Externe Teams können mit neuem Blickwinkel frischen Input für weitere operative Verbesserungen geben.


Behalten Sie dabei stets Ihre Ziele für 2020 im Blick – und den tieferen Sinn. Digitale Geschäftsmodelle und eine grundlegende digitale Transformation Ihres Unternehmens sind kein Selbstzweck und keine Beschäftigungstherapie. Sie wollen Ressourcen sparen, wettbewerbsfähig bleiben und die Skalierbarkeit Ihrer Unternehmens-Tätigkeit sichern. Und dafür tut manchmal der Blick von außen Not: Scheuen Sie sich also nicht, punktuell auf externe Hilfe zu setzen.

Wichtig ist nun, so schnell wie möglich ins Handeln zu kommen und zwischendurch den Faden nicht wieder zu verlieren. Deswegen raten wir zu drei Schritten mit klarer zeitlicher Etappe:

Innerhalb der kommenden drei Tage:

Fangen Sie an, nehmen Sie Zettel, Stift oder Tablet und machen sich eine Mindmap für ihr ganz persönliches Digitalisierungsvorgehen. Sie sind der Chef des Prozesses der Digitalisierung! Hinterfragen Sie ehrlich und grundlegend, wo Sie stehen und was bereits digitale Initiativen waren. Waren diese erfolgreich, sind Sie wirklich auf einem guten Weg? Denken Sie auch an Fachabteilungen, die ein tieferes Prozessverständnis mitbringen und deswegen auch Impulse zur Digitalisierung beitragen können.

Innerhalb der kommenden drei Monate:

Führen Sie die digitalen Initiativen innerhalb ihres Projekt-Portfolios. Arbeiten Sie an Ihrem langfristigen Plan zur Transformation, indem Sie weiter an Ihrer Digitalstrategie feilen und in ein Planungs- und Steuerungsmodell überführen. Ernten Sie alle relevanten Gedanken der Stakeholder in Workshops und machen Sie einen Proof of Concept, wo sinnvoll. Setzen Sie erste, schnelle Veränderungen in Prozessen und Geschäftsfeldern um, die sofort Früchte tragen, und lernen Sie daraus. Nehmen Sie Ihr Team mit, indem Sie viel mit ihm reden, und planen Sie digitalen Maßnahmen fest in ihren Jahresplan ein.

Innerhalb der kommenden dreihundert Tage:

Bleiben Sie am Ball und halten Sie an Ihrer Digitalstrategie fest. Es lohnt sich! Überführen Sie Proof of Concepts in neue produktive digitale Prozesse. Transformieren Sie schrittweise Services. Ziehen Sie dabei immer wieder Lehren für den nächsten Schritt. Evaluieren und korrigieren Sie regelmäßig, damit Sie in der operativen Umsetzung nicht das große Ganze aus dem Blick verlieren. Eine Hilfe kann dabei der Blick zurück sein: Schauen Sie darauf, was sie geschafft haben, und unterziehen Sie die Digitalstrategie periodisch einer Überprüfung bezüglich Annahmen und Umfeldbedingungen.



CallToAction-Digitalstrategie2020

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Berät Unternehmen zu komplexen Themen der Digitalisierung
Leipzig